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Empfänger, Receiver

Analog
Noch in großer Zahl im Einsatz, ein Neukauf ist allerdings nicht mehr zu empfehlen. Eigentlich nur noch von Deutschen überhaupt einzusetzen, da fast alle anderen Länder mittlerweile ausschließlich digital senden. Die digitale Radioerweiterung „ADR“ (Astra Digital Radio) hat ihren betrieb mittlerweile fast vollständig eingestellt.

Digital (DVB, FTA)
Die digitale Fernsehnorm wird oft auch als „DVB” (Digital Video Broadcast) bezeichnet. Auch die Abkürzung FTA (Free to Air) taucht in dem Zusammenhang manchmal auf. FTA beschreibt unverschlüsselte, frei zugängliche Sendungen. Diese Begriffe sind also des öfteren auf Digital-Receivern zu fi nden. Digital-Receiver beherrschen neben dem Fernsehbetrieb natürlich auch den Empfang von DVB-Radioprogrammen. Digitale Satellitenreceiver werden auch als DVB-S Receiver bezeichnet, wobei das „S” für „Satellit” steht. Mittlerweile gibt es bereits erste Versuche mit der DVB-Erweiterung „DVB-S2“, manchmal auch „8PSK“ genannt, die es ermöglicht noch mehr Programme oder Programme in besserer Qualität auszusenden. Für DVB-S2 werden spezielle Receiver benötigt, die z.Zt. noch kaum verfügbar sind.

Digital CI
Die meisten Länder Europas verschlüsseln (codieren) ihre digital ausgesendeten Programme. Um solche Programme empfangen zu können, sind entweder anbieterspezifi sche Receiver oder so genannte CI-Receiver erforderlich. CI-Receiver bieten mit den entsprechenden Entschlüsselungsmodulen und den dazugehörigen Smartcards die Möglichkeit, die meisten Verschlüsselungsverfahren empfangen zu können. Externe Decoderboxen, wie sie zu Analogzeiten noch üblich waren, können beim Digitalfernsehen nicht mehr verwendet werden.

Common Interface (CI)
CI-Receiver haben 1 oder 2 Steckplätze, um Entschlüsselungsmodule aufnehmen zu können. Je nach Land und Pay-TV Anbieter werden unterschiedliche Module benötigt. Der CI-Receiver ist also nichts weiter als die Plattform, welche die Verwendung zusätzlicher Entschlüsselungsmodule überhaupt erst ermöglicht. Nur mit einem CI-Receiver ist es möglich mehrere verschiedene Pay-TVPakete zu empfangen.

CI-Module
Manchmal auch als CA-Module (Conditional Access) bezeichnet. Diese Module entschlüsseln zusammen mit der passenden Smartcard (Abokarte) die betreffenden Programme. Manche Module beherrschen nur ein einziges Verfahren (z. B. Viaccess), andere wiederum beherrschen mehrere Verfahren. Das CI-Modul muss in den Schlitz des Common Interfaces eingeführt werden. In der Regel muss je nach Land/Anbieter ein anderes Modul verwendet werden. Informationen hierzu sind beim jeweiligen Programmanbieter erhältlich. Für deutsches Pay-TV bietet sich die Verwendung des sogenannten Alphacrypt Modules an.

Smartcards
erhält man im Fachhandel oder direkt bei den Programmanbietern. Jedoch ist der Erwerb einer solchen Smartcard in der Regel kostenpflichtig und unterliegt gewissen nationalen Bestimmungen (Wohnort, Staatsbürgerschaft).

Satelliteninformationen
Das Angebot an digitalen Fernseh- und Radiokanälen, das über Europa ausgesendet wird, ist nicht nur unglaublich umfangreich, sondern auch ständigen Veränderungen unterworfen. Eine gedruckte Kanalliste ist im Moment ihres Erscheinens sicherlich bereits wieder veraltet. Während die „wichtigen” Sender meist längere Zeit unverändert zu empfangen bleiben, tauchen sehr häufig kleine Sendeanstalten mit teilweise interessantem Programm auf einem der Satelliten auf – und verschwinden oft genauso schnell wieder. Am Zeitschriftenkiosk gibt es etliche verschiedene Publikationen, die sich mit dem Fernsehempfang über Satellit auseinandersetzen. Aktueller ist jedoch in aller Regel das Internet. Hier sind unter www.lyngsat.com und unter www.satcodx.com/deu die aktuellen Belegungen aller direkt empfangbaren Satelliten nachzulesen. Mit diesen Daten kann dann der Suchlauf des Receivers gefüttert werden, um so Zugang zu neuen Kanälen zu erhalten.

Terrestrisches Digitalfernsehen (DVB-T)
und digitales Kabelfernsehen (DVB-C)

Auch das terrestrische (erdgebundene) digitale Fernsehen soll bis spätestens 2010 vollständig digitalisiert sein. Heutzutage ist DVB-T allerdings noch nicht vollständig ausgebaut. Natürlich schreitet der Ausbau ständig fort, aber es ist bereits jetzt zu erkennen, dass eine vollkommene Flächendeckung nicht zu erreichen sein wird. Auch der Wunsch, das terrestrische Digitalsignal mit einer „kleinen Stabantenne an der Receiverrückseite” empfangen zu können, kann technisch nur in unmittelbarer Sendernähe realisiert werden. Der größte Nachteil ist aber die Reichweite – deutsches DVB-T wird natürlich nur in Deutschland zu empfangen sein. Ausländische Rundfunkanstalten werden sicher nicht bereit sein, horrende Investitionen zu tätigen, nur um damit „fremde” Programme auszusenden. Kabelgebundenes Digitalfernsehen ist heute eigentlich bereits in allen deutschen Kabelnetzen und somit auch auf manchen deutschen Campingplätzen verfügbar. Allerdings ist hier kein wirklicher Vorteil zu erkennen, da das Programmangebot bei weitem nicht an das Programmangebot via Satellit heranreicht. Natürlich gilt dasselbe Reichweitenproblem wie bei DVB-T, da in ausländische Kabelnetze sicherlich keine deutschen Programme in nennenswertem Umfang eingespeist werden. Sowohl für DVB-T als auch für DVB-C ist genau wie bei DVB-S immer ein separater Receiver erforderlich, wobei alle 3 Varianten wiederum unterschiedliche Receiver benötigen. Hinsichtlich Kanalzahl und Reichweite können beide Systeme prinzipbedingt nicht an digitales Satellitenfernsehen (DVB-S) heranreichen.


   

 


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